Der Juni war für US-amerikanische Bitcoin-ETFs zum Vergessen: Anleger zogen rund 4,5 Milliarden Dollar ab — der schlechteste Monat seit dem Start dieser Fonds im Januar 2024. Allein in den letzten zehn Handelstagen flossen 2,7 Milliarden ab.
Am 3. Juli drehte die Stimmung. US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten Nettozuflüsse von 221,7 Millionen Dollar — der höchste Tageswert seit rund zwei Monaten. Fidelitys FBTC führte mit 166 Millionen, Ark 21Shares ARKB steuerte 91,8 Millionen bei und VanEck HODL 4,4 Millionen. Einzige Ausnahme: BlackRocks IBIT meldete selbst in diesem freundlicheren Umfeld Abflüsse von 40,4 Millionen.
Den Anstoß lieferten Arbeitsmarktdaten. Die US-Wirtschaft schuf im Juni lediglich 57.000 neue Stellen statt der erwarteten 110.000. Fed-Chef Kevin Warsh signalisierte daraufhin, dass die Inflationsrisiken nachgelassen hätten — die Erwartungen an eine Zinserhöhung sanken umgehend. Der Dollar schwächte sich ab, die Risikobereitschaft kehrte zurück.
Bitcoin war in dieser Woche auf ein 21-Monats-Tief unter 58.000 Dollar gefallen, bevor er nach den Jobdaten auf über 61.000 Dollar erholte.
Analysten mahnen zur Vorsicht. Auf Prädiktionsmärkten setzen 74 Prozent der Teilnehmer auf einen Rückgang auf 55.000 Dollar statt auf einen Anstieg auf 84.000. Die kumulierten Nettoabflüsse aus US-Spot-Bitcoin-ETFs seit Jahresbeginn übersteigen noch immer 5 Milliarden Dollar — ein guter Tag kehrt das nicht um.



