So viel Geld ist seit vier Monaten nicht mehr in Bitcoin-Fonds geflossen. In der Woche bis zum 7. August zogen US-Spot-Bitcoin-ETFs 853,5 Millionen Dollar an — der größte Wochenwert seit der Woche zum 17. April, als fast 996,4 Millionen Dollar hineinflossen. Ether-ETFs kamen mit weiteren 244,9 Millionen Dollar dazu, ebenfalls das beste Ergebnis seit jener April-Woche. Zusammen: 1,1 Milliarden Dollar.
Das Geld kam an jedem einzelnen Handelstag: 211,5 Millionen Dollar am Dienstag, 244,4 Millionen Dollar am Mittwoch, danach etwas weniger am Donnerstag (128,7 Millionen Dollar) und Freitag (98,9 Millionen Dollar). Bitcoin selbst legte in der Woche rund 3% zu und kletterte am Freitag über 65.300 Dollar — ein Augusthoch.
Auslöser war der US-Arbeitsmarktbericht: Statt der erwarteten 80.000 neuen Stellen verlor die Wirtschaft im Juli 23.000 Jobs. Für Trader ist das fast ein klares Signal, dass die Fed im September die Zinsen nicht anheben wird — und das verschafft Risikoanlagen wie Bitcoin Spielraum nach oben. ETF-Zuflüsse sind dabei ein nützlicher Gradmesser: Großes institutionelles Kapital kauft Bitcoin nicht direkt, sondern über das vertraute Börsenprodukt, weshalb das Volumen dieser Käufe gut zeigt, wie viel Risikobereitschaft gerade tatsächlich vorhanden ist.
Von einer Trendwende zu sprechen, wäre trotzdem verfrüht. Erst Ende Juli waren sowohl Bitcoin- als auch Ether-Fonds aus einer achtwöchigen Abfluss-Serie herausgekommen, nachdem sie beim Ausverkauf der Chip-Aktien in Asien deutliche Verluste hinnehmen mussten. Das Handelsvolumen blieb in der vergangenen Woche dünn — das Geld kam gleichmäßig, nicht im Sturm. Eine starke Woche nach Monaten der Nervosität wirkt eher wie eine Verschnaufpause als wie die Garantie einer dauerhaften Rally.



