SEC öffnet den Weg für tokenisierte US-Aktien auf der Blockchain

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SEC öffnet den Weg für tokenisierte US-Aktien auf der Blockchain

Die SEC erlaubte für fünf Jahre den Handel mit tokenisierten US-Aktien über Smart Contracts auf öffentlichen Blockchains, ohne Broker oder Börse — zwei Tage nach der Ablehnung des Clarity Act im Senat.

Die US-Börsenaufsicht SEC hat den Weg dafür freigemacht, dass Aktien direkt auf öffentlichen Blockchains gehandelt werden können — ohne Broker und ohne den Status einer klassischen Börse. Die Anordnung trat am 17. September in Kraft und gilt für fünf Jahre.

Betroffen ist eine neue Kategorie von Handelsplätzen, die die SEC Tokenized Securities Venues nennt. Für die Liquidität sorgen dort nicht klassische Market Maker, sondern Smart Contracts und automatisierte Market-Maker-Pools — jener Mechanismus, den DeFi seit Jahren nutzt, jetzt angewendet auf gewöhnliche Aktien von Unternehmen, die an der Nasdaq und der NYSE notiert sind.

Die Ausnahme gilt nicht bedingungslos. Die Plattformen müssen die Zahl der Ticker und das Handelsvolumen begrenzen, Token-Inhabern dieselben Rechte wie gewöhnlichen Aktionären garantieren, ihre Tätigkeit öffentlich offenlegen und, entscheidend, den Handel mit dem Token genau dann aussetzen, wenn die zugrunde liegende Aktie an ihrer Hauptbörse ausgesetzt wird. Smart Contracts müssen auf öffentlichen, prüfbaren Blockchains liegen. Synthetische Instrumente, die nur den Kurs nachbilden, ohne echtes Eigentum zu vermitteln, sind ausgeschlossen, und jeder Emittent kann seine Papiere von dem System ausnehmen.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Nur zwei Tage zuvor hatte der Senat den Clarity Act abgelehnt, das Gesetz, das dem Kryptomarkt einheitliche Bundesregeln geben sollte — mit einer Stimme Unterschied, 49 zu 50. SEC-Chef Paul Atkins machte aus dem Zusammenhang keinen Hehl: Weil der Kongress das Gesetz nicht durchbringen konnte, griff die Behörde zu Befugnissen, die sie bereits besitzt.

Die SEC betont, dass es sich um eine befristete Brücke handelt, nicht um eine dauerhafte Regel — parallel sammelt sie öffentliche Stellungnahmen und arbeitet an einem langfristigen Regelwerk. Doch für einen Tokenisierungsmarkt, der über Plattformen von BlackRock, DTCC und Circle bereits Hunderte Milliarden Dollar bewegt, ist ein echter legaler Weg für Wall-Street-Aktien auf die Blockchain ein weitaus konkreteres Signal als ein weiteres im Senat blockiertes Gesetz.

Fragen und Antworten

Häufig gestellte Fragen zum Thema des Artikels

Was ist die Innovation Exemption der SEC?

Es handelt sich um eine befristete, fünfjährige regulatorische Ausnahme, die es speziell zugelassenen Tokenized Securities Venues erlaubt, tokenisierte Aktien von an Nasdaq und NYSE notierten Unternehmen über Smart Contracts zu handeln, ohne sich als klassische Börse oder Broker-Dealer registrieren zu müssen.

Welche Aktien können über diese Ausnahme gehandelt werden?

Nur tokenisierte Versionen gewöhnlicher US-NMS-Aktien (Nasdaq, NYSE), sofern der Emittent seine Papiere nicht ausgenommen hat. Synthetische Instrumente, die lediglich den Kurs nachbilden, sind ausgeschlossen.

Wie hängt das mit der Ablehnung des Clarity Act zusammen?

Der Senat lehnte den Clarity Act ab, das Gesetz für einheitliche Bundesregeln für den Kryptomarkt, nur zwei Tage vor der SEC-Entscheidung, mit einer Stimme Unterschied (49 zu 50). SEC-Chef Paul Atkins sagte offen, dass die Behörde, da der Kongress das Gesetz nicht durchbringen konnte, ihre bereits vorhandenen Befugnisse genutzt habe.

Werden die Regeln damit dauerhaft?

Nein. Die SEC bezeichnet es als befristete, fünfjährige Brücke, nicht als dauerhaftes Gesetz. Parallel sammelt die Behörde öffentliche Stellungnahmen und arbeitet an einem langfristigen Regelwerk für tokenisierte Wertpapiere.