Stripe, Visa und Google lancieren Stablecoin gegen Circle

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Stripe, Visa und Google lancieren Stablecoin gegen Circle

140 Unternehmen – darunter Stripe, Visa, BlackRock, Google – haben den Stablecoin Open USD gestartet: Die Erträge aus den Reserven werden nun unter den Partnern geteilt, nicht nur an den Emittenten ausgezahlt. Die Circle-Aktien fielen um 8 %.

Heute wurde die größte Stablecoin-Koalition der Geschichte bekanntgegeben. Die Firma Open Standard kündigte Open USD (OUSD) an – einen digitalen Dollar mit einem grundlegend anderen Geschäftsmodell. Hinter dem Projekt steht ein Konsortium von über 140 Organisationen, darunter Stripe, Coinbase, Visa, Mastercard, BlackRock, BNY, Standard Chartered, Shopify, Google, IBM, Solana, Aave, Polygon und Ripple.

Der Unterschied zu USDC ist einfach: Bei Circle verbleiben alle Erträge aus der Verwahrung der Reservevermögen beim Unternehmen. Bei Open USD werden diese Erträge unter den Netzwerkmitgliedern verteilt. Hinzu kommen null Gebühren für Ausgabe und Rücknahme sowie keine Beschränkungen beim Emissionsvolumen. Für Banken, Fintechs und Handelsplattformen mit bereits Millionen Nutzern ist dies ein direkter finanzieller Anreiz, auf OUSD umzusteigen.

Der Markt reagierte sofort: Die Circle-Aktien (CRCL) fielen am Dienstagmorgen um 8 %. Für ein Unternehmen, das erst vor Kurzem an die Börse ging und systematisch institutionelle Partnerschaften aufbaute, ist das schmerzhaft. Noch am Vortag hatte BNY Mellon die Verwahrung von USDC angekündigt – und am nächsten Tag stand BNY bereits auf der Liste der Gründer von Open USD.

Der vollständige Start von OUSD wird für später im Jahr 2026 erwartet. Unterstützte Blockchains und regulatorischer Status wurden noch nicht bekanntgegeben, doch Solana und Polygon als Gründungspartner deuten auf eine Multichain-Abdeckung von Anfang an hin. Die Beteiligung von IBM und Shopify zeigt, dass OUSD von Beginn an auf Unternehmens- und Einzelhandelsanwendungen abzielt, nicht nur auf DeFi.

Der Stablecoin-Markt übersteigt bereits 250 Mrd. USD, wobei USDC nach Tether den zweiten Platz hält. Genau auf diesen zielt das Konsortium mit der Verteilung über die größten Zahlungssysteme der Welt. Für Circle ist die Frage nun nicht, wie stark OUSD wächst, sondern wie schnell – und ob das Unternehmen vor dem Start des Konkurrenten noch sein Preismodell anpassen kann.

Fragen und Antworten

Häufig gestellte Fragen zum Thema des Artikels

Was ist Open USD und worin unterscheidet es sich von USDC?

Open USD (OUSD) ist ein Stablecoin des Konsortiums Open Standard mit über 140 Gründern. Der Hauptunterschied zu USDC: Die Erträge aus den Reservevermögen werden unter allen Netzwerkpartnern geteilt, nicht nur vom Emittenten behalten. Außerdem gibt es keine Gebühren für Ausgabe und Rücknahme.

Wer steht hinter Open USD?

Open Standard ist ein unabhängiges Unternehmen mit mehr als 140 Gründern: Stripe, Coinbase, Visa, Mastercard, BlackRock, BNY, Shopify, Google, IBM, Aave, Solana, Polygon, Ripple und weitere.

Warum sind die Circle-Aktien gefallen?

Circle ist der Emittent von USDC. Der Start von Open USD mit Vertrieb über die größten Zahlungsanbieter schafft direkte Konkurrenz. Die CRCL-Aktien fielen nach der Ankündigung um 8 %.

Wann wird OUSD gestartet?

Der vollständige Start von Open USD ist für Ende 2026 geplant. Genaue Termine, unterstützte Blockchains und der regulatorische Status wurden bisher nicht bekanntgegeben.

Wie wird OUSD den Stablecoin-Markt beeinflussen?

Der Stablecoin-Markt übersteigt 250 Mrd. USD. OUSD mit Vertrieb über große Zahlungs- und Handelsplattformen kann schnell Volumen gewinnen und den Marktanteil von USDC verschieben, was Druck auf das Geschäftsmodell von Circle ausübt.