Bitcoin-Fonds haben diese Woche nicht nur die Talsohle erreicht, sie haben Monate an Verlusten auf einen Schlag wettgemacht. US-Spot-Bitcoin-ETFs zogen in den sieben Tagen bis zum 25. September 2,4 Milliarden Dollar an — der stärkste Wochenzufluss seit Oktober 2025. Erstmals seit Jahresbeginn 2026 stehen die Fonds im Plus: +934,1 Millionen Dollar, nach einem Minus von 5,8 Milliarden Dollar noch Mitte Juli.
Den Löwenanteil steuerten die größten Anbieter bei. Allein am Montag kamen 999 Millionen Dollar herein — der stärkste Einzeltag seit dem 6. Oktober vergangenen Jahres. BlackRocks IBIT schloss die Woche mit 1,2 Milliarden Dollar ab, Fidelitys FBTC legte 701,7 Millionen Dollar zu, das beste Ergebnis seit Anfang September 2025. Ether-ETFs erlebten ihre eigene Wende: Nach einem Abfluss von 140 Millionen Dollar in der Vorwoche zogen sie 689,9 Millionen Dollar an, während Solana-ETFs mit verwalteten Vermögenswerten von 1,5 Milliarden Dollar einen Rekord aufstellten — bei einem rekordhohen Tageszufluss von 86,7 Millionen Dollar am Freitag.
Bloomberg-Analyst Eric Balchunas führte den Schub weniger auf neu erwachte Bitcoin-Überzeugung zurück als auf einen technischen Faktor: die Rückkäufe von US-Staatsanleihen durch das Finanzministerium, die er als 'Tsunami an Bargeld' bezeichnete. Laut NovaDius Wealth Management haben die Fonds seit Ankündigung dieses Programms bereits 5,3 Milliarden Dollar eingesammelt.
Die Euphorie hielt nicht lange an. Bis Freitag fiel der Tageszufluss auf 134 Millionen Dollar — 87 Prozent weniger als am Montagshoch, wobei die ersten beiden Tage fast drei Viertel der Wochensumme ausmachten. Manche Analysten lesen das nicht als Beginn eines neuen Nachfragezyklus, sondern als Erholung nach dem jüngsten Ausverkauf: Der Bitcoin-Anteil an der gesamten Krypto-Marktkapitalisierung fiel unter 60 Prozent, während Solana seit fast drei Monaten ununterbrochen frisches Geld anzieht.



