DeepSeek nähert sich einer Bewertung von 74 Milliarden Dollar

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DeepSeek nähert sich einer Bewertung von 74 Milliarden Dollar

DeepSeek schließt eine Finanzierungsrunde über 7,4 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von 74 Milliarden ab — deutlich mehr als im Juni. Das Geld fließt in Rechenleistung und Talentbindung vor dem Börsengang 2027.

Innerhalb von zwei Monaten ist die Bewertung von DeepSeek um fast die Hälfte gestiegen. Im Juni taxierten Investoren, darunter Tencent, das chinesische KI-Labor noch auf mehr als 50 Milliarden Dollar. Jetzt, so berichten China Money Network und weitere Medien, steht das Unternehmen kurz vor dem Abschluss einer Runde über 7,4 Milliarden Dollar — rund 50 Milliarden Yuan — bei einer Pre-Money-Bewertung von 74 Milliarden Dollar, die nach Abschluss Ende August auf etwa 81 Milliarden steigen soll.

Zu den bestehenden Investoren Monolith Management, Shixiang Capital und Batteriegigant CATL gesellen sich in Verhandlungen CPE, Legend Capital, Stony Creek Capital, mit GigaDevice verbundene Fonds sowie staatliche Investmentvehikel aus Hefei. Das Geld soll rund ein Gigawatt zusätzliche Rechenleistung für größere Modelle finanzieren und Ingenieure in einem gnadenlosen Kampf um Talente halten.

DeepSeek entstand nicht als klassisches Startup, sondern aus High-Flyer, dem quantitativen Hedgefonds von Gründer Liang Wenfeng, der die ersten Modelle und Rechencluster finanzierte. Personen mit Einblick in die Finanzen von High-Flyer sagen, die Handelserträge des Fonds seien zuletzt unberechenbar geworden — das zwang den KI-Arm erstmals in dieser Größenordnung zu externem Kapital. DeepSeeks jährlich wiederkehrender Umsatz liegt bei etwa 500 Millionen Dollar — eine Lücke zur Bewertung, die inzwischen für die gesamte KI-Branche typisch ist, nicht nur für dieses Unternehmen.

Das Unternehmen bereitet einen möglichen Börsengang am Shanghaier STAR Market vor, mit einer Anmeldung frühestens Ende 2026 und einem Debüt für 2027 — ein heimischer Weg, der die Geopolitik umgeht, mit der OpenAI und Anthropic bei ihren US-Börsenplänen kämpfen. Parallel diversifizieren DeepSeek und sein Mutterfonds ihre Wetten: High-Flyer-Töchter investierten 26 Millionen Dollar in Pre-IPO-Aktien des Chipherstellers CXMT, und DeepSeek selbst hält 2,31 Prozent an Unitree Robotics mit einer dreijährigen Sperrfrist.

Die Runde fällt zusammen mit nahezu gleichzeitigen API-Preiserhöhungen chinesischer KI-Labore — DeepSeek eingeschlossen, neben Alibaba, Tencent und Zhipu. Der Preiskampf, der 2025 die Margen der gesamten Branche drückte, scheint auszulaufen — schon weil Strom- und Chiprechnungen für ein Gigawatt Leistung kaum noch Spielraum für Rabatte lassen.

Fragen und Antworten

Häufig gestellte Fragen zum Thema des Artikels

Was ist DeepSeek?

Ein chinesisches KI-Labor, das aus dem quantitativen Hedgefonds High-Flyer von Gründer Liang Wenfeng hervorging. Bekannt für offene Sprachmodelle, die den globalen KI-Markt mit ungewöhnlich niedrigen Trainingskosten aufgemischt haben.

Wie hoch wird die neue Bewertung sein?

Die Runde wird mit einer Pre-Money-Bewertung von 74 Milliarden Dollar bepreist. Nach Abschluss Ende August steigt die Post-Money-Bewertung auf etwa 81 Milliarden — fast doppelt so viel wie die über 50 Milliarden im Juni.

Wofür wird das eingesammelte Geld verwendet?

Der Großteil des Geldes finanziert rund ein Gigawatt zusätzliche Rechenleistung für größere Modelle sowie die Bindung von Ingenieuren in einem harten Wettbewerb um Talente in China.

Plant DeepSeek einen Börsengang?

Ja. Das Unternehmen bereitet einen Börsengang am Shanghaier STAR Market vor, eine Anmeldung ist frühestens Ende 2026 möglich, das Debüt wird für 2027 erwartet.