Metas erstes Spitzen-KI-Modell schlägt GPT, nur Claude ist besser

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Metas erstes Spitzen-KI-Modell schlägt GPT, nur Claude ist besser

Meta hat mit Muse Wonder sein erstes echtes Spitzenmodell vorgestellt. Im Artificial-Analysis-Index schlägt es GPT und Gemini und liegt nur hinter Claude Opus 5.5 von Anthropic — zum Preis der Marktführer.

56 Punkte im Artificial Analysis Intelligence Index bei maximaler Reasoning-Stufe — so schnitt das neue Modell von Meta ab. Das ist der zweitbeste Wert aller KI-Systeme weltweit, vor GPT und den Google-Modellen, nur knapp hinter Claude Opus 5.5 von Anthropic.

Am 12. Oktober brachte Meta Muse Wonder und Muse Wonder Full heraus — die ersten Modelle, die das Unternehmen selbst als „Spitzenmodelle" bezeichnet, also als direkte Konkurrenz zu OpenAI, Anthropic und Google statt als bloßen Aufholversuch. Die Standardversion Wonder läuft bereits über die Meta Model API, die stärkere Full-Version bleibt Muse-Code-Abonnenten vorbehalten. Günstig ist das nicht: 4 Dollar pro Million Eingabe-Token und 20 Dollar pro Million Ausgabe-Token, etwa auf dem Niveau von GPT-6 Sol oder Claude Opus 5.5.

Das zentrale neue Feature heißt „aktives Gedächtnis": Das Modell behält Details aus Gesprächen über Tage, Wochen und Monate, statt sie nach dem Chat zu vergessen. Meta-Forscherin Kavya Kopparapu brachte es so auf den Punkt: „Wir haben enorm viel Aufwand investiert, damit sich das Modell langfristig merkt, was dir wichtig ist." Die zweite Funktion, „aktiver Fokus", verhindert, dass das Modell nach einem Fehler aufgibt — stattdessen fragt es nach und bringt die Aufgabe zu Ende. Meta setzt dabei vor allem auf Rechts-, Finanz- und Gesundheitsfragen sowie auf Programmieraufgaben.

Bisher hinkte Meta hinterher: Die Llama-Modelle kamen nicht an GPT und Claude heran, und das leichtgewichtige Muse Spark vom Vorjahr änderte daran nichts. Die Wende kam im August 2025, als Scale-AI-Gründer Alexandr Wang das Labor übernahm und das Team komplett neu aufstellte. Wonder wurde im Prometheus-Rechenzentrum in Ohio trainiert, das erst seit Anfang dieses Jahres läuft.

Erstmals steht Meta bei den nackten Zahlen und nicht nur beim Budget auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. Ob das Tempo zu halten ist, bleibt offen — die Rivalen bringen fast jeden Monat neue Flaggschiffmodelle heraus.

Fragen und Antworten

Häufig gestellte Fragen zum Thema des Artikels

Was sind Muse Wonder und Muse Wonder Full?

Es sind die ersten Modelle von Meta, die das Unternehmen offiziell als „Spitzenmodelle" bezeichnet — entwickelt für den direkten Wettbewerb mit den besten Systemen von OpenAI, Anthropic und Google. Die Standardversion ist über die Meta Model API verfügbar, die stärkere Full-Version nur für Muse-Code-Abonnenten.

Wie hat Muse Wonder in Benchmarks abgeschnitten?

Im Artificial Analysis Intelligence Index erreichte die Full-Version bei maximaler Reasoning-Stufe 56 Punkte — das zweitbeste Ergebnis weltweit nach Claude Opus 5.5 von Anthropic, vor GPT und den Google-Modellen.

Was bedeutet „aktives Gedächtnis" im neuen Modell?

Es ist eine Funktion, die es dem Modell erlaubt, wichtige Details eines Gesprächs über Tage, Wochen oder sogar Monate zu behalten, statt sie nach dem Chat sofort zu vergessen.

Was kostet die Nutzung von Muse Wonder?

Über die Meta Model API kostet es 4 Dollar pro Million Eingabe-Token und 20 Dollar pro Million Ausgabe-Token — etwa auf dem Niveau von GPT-6 Sol und Claude Opus 5.5.

Warum hat Meta so lange gebraucht, um ein echtes Spitzenmodell zu veröffentlichen?

Die früheren Llama-Modelle waren hinter der Konkurrenz zurückgefallen. Die Wende kam im August 2025, als Scale-AI-Gründer Alexandr Wang das Labor übernahm und das Team komplett neu aufbaute.