Pudgy Penguins schließt Blockchain Abstract nach Millionenverlusten

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Pudgy Penguins schließt Blockchain Abstract nach Millionenverlusten

Igloo Inc., das Unternehmen hinter Pudgy Penguins, schließt Abstract am 15. Dezember – nach 18 Monaten Finanzierung und Verlusten in zweistelliger Millionenhöhe. Nutzer müssen vorher ihre Vermögenswerte abziehen.

Pudgy Penguins wurde mit gezeichneten Pinguin-NFTs bekannt. Der nächste Schritt sollte eine eigene Blockchain sein. Diese Wette ist jetzt vorbei. Igloo Inc., das Unternehmen hinter der Marke, gab am 6. Oktober bekannt, dass sein Ethereum-Layer-2-Netzwerk Abstract am 15. Dezember abgeschaltet wird. Wer seine Vermögenswerte bis dahin nicht aus der Chain abgezogen hat, riskiert, sie endgültig zu verlieren.

Igloo-Chef Luca Netz machte kein Geheimnis daraus: Das Unternehmen finanzierte Abstract anderthalb Jahre lang und verbrannte dabei Millionenbeträge im zweistelligen Bereich. Abstract startete sein Mainnet im Januar 2025 mit einem einfachen Versprechen: NFT-Besitzern und gelegentlichen Krypto-Nutzern ein Netzwerk zu bieten, das für sie gebaut ist – nicht für Trader. Auf dem Höhepunkt liefen dort 144 Anwendungen, es wurden über 325 Millionen Transaktionen verarbeitet, 6 Milliarden Dollar Handelsvolumen auf dezentralen Börsen erzeugt, und Partnerschaften mit Red Bull Racing und Disney kamen zustande.

Nichts davon wurde zu einem tragfähigen Geschäft. Eine eigene Chain zu betreiben bedeutet, Validatoren zu bezahlen und Entwickler-Anreize zu finanzieren – unabhängig davon, ob die Transaktionsgebühren dafür ausreichen. Abstract stützte sich fast ausschließlich auf Privatnutzer, institutionelles Geld blieb aus, und das Budget war kleiner als bei der Konkurrenz. Die Lücke schloss sich nie.

Abstract ist nicht der einzige Fall. Wenige Tage zuvor schloss Blast, das von Paradigm unterstützte Layer-2-Netzwerk, aus demselben Grund: Die Kosten überstiegen die Einnahmen. Beide Fälle zeigen dasselbe Muster. Die Welle markeneigener Blockchains, die die Branche 2024 und 2025 überrollte, zieht sich zurück, weil eine eigene Chain zu betreiben weit teurer ist, als einen Token oder eine NFT-Kollektion auf einer bereits bestehenden Chain herauszubringen.

Ein Detail fällt auf: Statt das Projekt mit einem eigenen Abstract-Token zu retten – dem üblichen Trick der Branche, um Interesse anzuheizen –, entschied sich das Team für eine saubere Abwicklung. Für alle, die dort noch Vermögenswerte halten, ist der Rat praktisch: Bis zum 15. Dezember alles über den Migration Hub oder die native Bridge abziehen, die mit drei Stunden Verzögerung arbeitet.

Fragen und Antworten

Häufig gestellte Fragen zum Thema des Artikels

Was ist Abstract, und warum wird es geschlossen?

Abstract ist ein Ethereum-Layer-2-Netzwerk, das im Januar 2025 von Igloo Inc., dem Unternehmen hinter Pudgy Penguins, gestartet wurde. Es schließt am 15. Dezember 2026, weil ein Geschäftsmodell, das fast ausschließlich auf NFT-Privatnutzer setzte, die Kosten einer eigenen Chain nie gedeckt hat.

Was passiert mit den Vermögenswerten der Nutzer nach der Schließung?

Vor dem 15. Dezember 2026 müssen Nutzer alles über den Migration Hub oder die native Bridge abziehen, die mit drei Stunden Verzögerung arbeitet. Alles, was danach noch im Netzwerk liegt, wird unzugänglich.

Wie viel hat Igloo mit Abstract verloren?

Laut Igloo-Chef Luca Netz finanzierte das Unternehmen Abstract anderthalb Jahre lang und verbrannte dabei Millionenbeträge im zweistelligen Bereich, ohne eine genaue Summe zu nennen.

Ist das ein Einzelfall oder Teil eines größeren Trends?

Es ist kein Einzelfall. Wenige Tage zuvor schloss Blast, das von Paradigm unterstützte Layer-2-Netzwerk, aus demselben Grund: Die Kosten überstiegen die Einnahmen. Beide Fälle zeigen einen Rückzug von der Welle markeneigener Blockchains aus den Jahren 2024 und 2025.