SEC stoppt Nasdaqs Bitcoin-Optionen nach CME-Beschwerde

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SEC stoppt Nasdaqs Bitcoin-Optionen nach CME-Beschwerde

CME Group stellt die Mai-Genehmigung der SEC für Nasdaqs Bitcoin-Optionen (Ticker QBTC) infrage und verweist auf die Zuständigkeit der CFTC für Bitcoin-Derivate. Die SEC hat den Start bis zum 24. August gestoppt.

Bereits im Mai gab die US-Börsenaufsicht SEC der Nasdaq PHLX grünes Licht für den Start von bar abgerechneten Bitcoin-Indexoptionen unter dem Ticker QBTC. Das Produkt folgt dem CME CF Bitcoin Real Time Index, wird nach europäischem Stil gehandelt — ausübbar nur zum Verfallstermin — und war als Absicherungsinstrument für Inhaber von Spot-Bitcoin-ETFs direkt an einer Wertpapierbörse gedacht.

Am 29. Juli schaltete sich dann die CME Group ein. Die Börse reichte bei der SEC eine formelle Petition ein, die volle Kommission solle die Mai-Genehmigung aufheben. Ihr Argument: Bitcoin sei eine Ware und kein Wertpapier, weshalb Optionen darauf ausschließlich in die Zuständigkeit der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) fielen, nicht der SEC. Setzt sich CME durch, müsste Nasdaq sich entweder als CFTC-regulierte Plattform registrieren oder die Kontrakte nach dem Vorbild eines Spot-ETFs umbauen.

CME ist dabei kein neutraler Beobachter — die Börse betreibt selbst längst regulierte Bitcoin-Futures und -Optionen und will offenkundig nicht, dass ein Konkurrent über den Weg der Wertpapierregulierung in dasselbe Geschäft eindringt. In ihrer Petition warnte CME, eine Bestätigung der Genehmigung schaffe einen Präzedenzfall, der es Wertpapierbörsen erlaube, Derivate auf beliebige Rohstoffe — von Gold bis Öl — zu listen, ohne je die CFTC zu durchlaufen.

Die SEC hat sich bislang nicht positioniert, sondern den QBTC-Start schlicht eingefroren, bis die vollständige Kommission den Streit geprüft hat. Interessierte können bis zum 24. August schriftliche Stellungnahmen dafür oder dagegen einreichen — danach entscheidet die Aufsicht, ob die Genehmigung bestehen bleibt, angepasst oder ganz zurückgenommen wird.

Der Fall zeigt: Jahre nach dem Start der Spot-Bitcoin-ETFs in den USA ist immer noch nicht geklärt, wer Krypto-Derivate eigentlich beaufsichtigen soll. Solange SEC und CFTC das nicht untereinander klären, müssen ETF-Inhaber, die sich absichern wollen, warten — und der Markt bekommt einmal mehr vorgeführt, wie ungeklärt die Kryptoregulierung noch immer ist.

Fragen und Antworten

Häufig gestellte Fragen zum Thema des Artikels

Was sind Nasdaqs Bitcoin-Optionen QBTC?

Es handelt sich um bar abgerechnete Optionen auf den CME CF Bitcoin Real Time Index, gehandelt nach europäischem Stil (nur zum Verfall ausübbar), gedacht als Absicherung für Inhaber von Spot-Bitcoin-ETFs an einer Wertpapierbörse.

Warum stellt CME die Entscheidung der SEC infrage?

CME hält Bitcoin für eine Ware, kein Wertpapier, weshalb Optionen darauf ihrer Ansicht nach der CFTC unterliegen sollten, nicht der SEC. CME handelt selbst bereits regulierte Bitcoin-Derivate und will nicht, dass ein Konkurrent über die Wertpapierregulierung in denselben Markt eindringt.

Wie geht es mit dem Streit weiter?

Interessierte können bis zum 24. August 2026 schriftliche Stellungnahmen dafür oder dagegen einreichen. Danach entscheidet die vollständige SEC-Kommission, ob die Genehmigung bestehen bleibt, angepasst oder ganz zurückgenommen wird. Bis dahin bleibt der QBTC-Start eingefroren.

Was bedeutet das für Bitcoin-ETF-Inhaber?

Bis der Streit geklärt ist, haben Inhaber von Spot-Bitcoin-ETFs eine bequeme Absicherungsmöglichkeit an einer Wertpapierbörse weniger. Sie müssen entweder auf den Ausgang warten oder auf bestehende Instrumente wie CMEs eigene Futures und Optionen zurückgreifen.