Gillibrand fordert Verbot für Politiker beim Ausgeben von Memecoins

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Gillibrand fordert Verbot für Politiker beim Ausgeben von Memecoins

Senatorin Gillibrand brachte einen Gesetzentwurf ein, der Politikern das Ausgeben von Kryptowährungen verbietet. Konkreter Anlass: Trumps 636 Millionen Dollar Einnahmen aus dem $TRUMP-Memecoin im Jahr 2025.

Die New Yorker Senatorin Kirsten Gillibrand hat einen Gesetzentwurf eingebracht, der es dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten, Kongressmitgliedern und ihren Ehepartnern verbieten würde, eigene Kryptowährungen — einschließlich Memecoins — auszugeben oder zu bewerben.

Der Anlass ist eindeutig: Trumps Finanzerklärung für 2025 weist rund 636 Millionen Dollar Einnahmen aus dem $TRUMP-Memecoin auf Solana aus, die als Lizenzgebühren strukturiert wurden. Es war seine größte Einnahmequelle in jenem Jahr. First Lady Melania Trump erklärte separat etwa 6 Millionen Dollar aus NFTs und digitalen Sammlerstücken.

„Amtsträger und ihre Ehepartner sollten keine Memecoins herausgeben", sagte Gillibrand und bezeichnete den Vorstoß als eine Frage des gesunden Menschenverstands, die breite überparteiliche Unterstützung finden sollte.

Der Zeitpunkt ist pikant: Das Weiße Haus hatte den 4. Juli als Zieldatum für die Verabschiedung des CLARITY Act genannt. Die Frist verstrich ohne Senatsvotum. Das Gesetz steckt in Streitigkeiten über DeFi-Aufsicht, Stablecoin-Regeln und genau solche ethischen Bestimmungen fest, wie sie Gillibrand vorschlägt. Prognosemärkte sehen die Chancen auf eine Verabschiedung im Jahr 2026 mittlerweile bei 41–48 %, nachdem es zu Jahresbeginn noch 82 % waren.

Die Logik des Gesetzentwurfs ist klar: Wer die Kryptoregeln eines Landes gestaltet, sollte nicht gleichzeitig Token ausgeben und von denselben Regeln profitieren. Ob der Kongress diesen Interessenkonflikt vor der Augustpause angeht, wird zeigen, wie ernst Washington es mit seinen eigenen ethischen Standards meint.

Fragen und Antworten

Häufig gestellte Fragen zum Thema des Artikels

Was verbietet Gillibrands Gesetzentwurf genau?

Der Gesetzentwurf würde es dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten, Kongressmitgliedern und ihren Ehepartnern verbieten, während ihrer Amtszeit Kryptowährungen — einschließlich Memecoins und NFTs — auszugeben oder öffentlich zu bewerben.

Wie viel hat Trump mit dem $TRUMP-Memecoin verdient?

Laut seiner Finanzerklärung für 2025 rund 636 Millionen Dollar, überwiegend als Lizenzgebühren aus dem Solana-basierten Token. Melania Trump erklärte separat rund 6 Millionen Dollar aus NFTs.

Welchen Zusammenhang hat dieser Entwurf mit dem CLARITY Act?

Gillibrand ist eine der Mitautorinnen des CLARITY Act. Ähnliche Ethikbestimmungen gehörten zu den Knackpunkten, die ein Senatsvotum vor dem Datum des 4. Juli verhindert haben.

Welche Chancen hat Gillibrands Vorschlag?

Gillibrand bezeichnet es als gesunden Menschenverstand und erwartet überparteiliche Unterstützung. Trump hat erklärt, er sehe nichts Verwerfliches an den Kryptoeinnahmen seiner Familie. Die republikanische Kongressmehrheit steht solchen Einschränkungen historisch skeptisch gegenüber.