Trump stimmt Beschränkung seiner Krypto-Bestände für Gesetz zu

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Trump stimmt Beschränkung seiner Krypto-Bestände für Gesetz zu

Der US-Senat legte den finalen Gesetzestext vor: Trump stimmte zu, Krypto-Bestände offenzulegen oder zu veräußern, Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten dürfen nun bei Verstößen klagen. Abstimmung am 15. September.

Der US-Senat hat endlich den finalen Text seines Krypto-Marktstrukturgesetzes — und der Weg dahin kostete Donald Trump ein persönliches Zugeständnis. Am 14. September stellten die republikanischen Senatoren Cynthia Lummis, John Boozman und Tim Scott die endgültige Fassung des Digital Asset Market Clarity Act vor, die 126 von den Demokraten geforderte Änderungen enthält. Die Abstimmung zur Beendigung der Debatte ist für Dienstag, den 15. September angesetzt und braucht 60 Stimmen — die Republikaner verfügen nur über 53 Sitze.

Die größere Überraschung ist, was der Präsident selbst aufgegeben hat. Einem hochrangigen GOP-Mitarbeiter zufolge stimmte Trump etwa 80 Prozent des von den Senatoren Tillis und Gallego vorangetriebenen Ethikvorschlags zu. Nach dem neuen Text müssen Präsident, Vizepräsident, Kongressmitglieder, Bundesrichter und ihre Ehepartner „wesentliche" Krypto-Bestände entweder vor Inkrafttreten des Gesetzes veräußern oder in einen qualifizierten Blindtrust überführen. Amtsträger haben drei Tage Zeit, ihr Ethikbüro zu informieren, das wiederum drei weitere Tage für die öffentliche Bekanntgabe hat. Kinder von Amtsträgern fallen nicht unter die Regelung — eine Lücke, auf die Kritiker bereits hingewiesen haben.

Die eigentliche Neuerung betrifft die Durchsetzung: Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten können nun bei Verstößen gegen diese Regeln klagen — das sah kein früherer Entwurf vor. Lummis nannte es „einige der härtesten Ethikbeschränkungen in der Geschichte der USA", denen Trump freiwillig zustimmte. Der Kontext ist wichtig: Nach eigenen Angaben lagen die Krypto-Einnahmen des Präsidenten 2025 bei über 1,4 Milliarden Dollar.

Auch bei Stablecoins setzten sich die Demokraten durch: Das Finanzministerium erhält ein 18-monatiges Fenster, um Stablecoin-Erträge zu begrenzen, falls es bei Gemeinschaftsbanken zu Einlagenabflüssen kommt — ein Punkt, für den die Bankenlobby den ganzen Sommer über gekämpft hatte. Bei Polymarket stiegen die Chancen auf eine Verabschiedung direkt nach Veröffentlichung des Textes von 22 auf 32 Prozent — Trader werteten die Zugeständnisse als substanziell, nicht als Kosmetik.

Ob das Gesetz am Dienstag tatsächlich durchkommt, ist weiterhin offen: 60 Stimmen bei 53 republikanischen Sitzen bedeuten, dass mindestens sieben Demokraten mitziehen müssen. Dass die Regierung aber überhaupt einer öffentlichen Kontrolle des privaten Vermögens des Präsidenten zustimmt, ist schon für sich genommen ungewöhnlich.

Fragen und Antworten

Häufig gestellte Fragen zum Thema des Artikels

Was ist der Clarity Act?

Der Digital Asset Market Clarity Act ist ein US-Gesetz, das die Marktstruktur für Krypto regelt, die Aufsicht zwischen SEC und CFTC aufteilt und einheitliche Regeln für Börsen und Stablecoins schafft.

Welchen Beschränkungen stimmte Trump zu?

Präsident, Vizepräsident, Kongressmitglieder, Bundesrichter und ihre Ehepartner müssen wesentliche Krypto-Bestände vor Inkrafttreten des Gesetzes veräußern oder in einen qualifizierten Blindtrust überführen.

Wann findet die Abstimmung im Senat statt?

Die Abstimmung zur Beendigung der Debatte ist für Dienstag, den 15. September 2026, angesetzt. Für den Fortgang des Gesetzes sind 60 Stimmen nötig, die Republikaner haben nur 53 Sitze.

Was haben die Demokraten im finalen Text erreicht?

Neben den Ethikregeln und dem Klagerecht der Bundesstaaten erreichten die Demokraten ein 18-monatiges Zeitfenster für das Finanzministerium, um Stablecoin-Erträge bei Einlagenabflüssen zu begrenzen — insgesamt flossen 126 ihrer Änderungen in den Text ein.

Wie viel verdiente Trump 2025 mit Krypto?

Nach eigenen Angaben des Präsidenten lagen seine Krypto-Einnahmen 2025 bei über 1,4 Milliarden Dollar — das erklärt weitgehend, warum die Demokraten im finalen Text so entschieden auf strenge Ethikregeln drängten.