SEC genehmigt erstmals dreifach gehebelte Bitcoin- und Ether-ETPs

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SEC genehmigt erstmals dreifach gehebelte Bitcoin- und Ether-ETPs

Die SEC hat die Notierung von sechs dreifach gehebelten ETPs von Volatility Shares genehmigt und damit erstmals die bisherige 2x-Grenze für US-Krypto-Fonds überschritten. Der Handel hat noch nicht begonnen.

Die US-Börsenaufsicht SEC hat der Cboe BZX Exchange die Notierung von sechs dreifach gehebelten börsengehandelten Produkten des Anbieters Volatility Shares genehmigt. Zur Liste gehören Fonds auf Bitcoin und Ether sowie auf Gold, Silber, Rohöl und Erdgas. Die Verfügung trägt das Datum 2. Oktober und läuft formal unter der Bezeichnung Release No. 34-106577.

Bislang lag die faktische Obergrenze für Krypto-Fonds in den USA bei einer zweifachen Hebelwirkung. Der Antrag auf Notierung wurde bereits am 10. August eingereicht, die SEC veröffentlichte die Bekanntmachung am 14. August — nach fast zwei Monaten Prüfung kam nun das grüne Licht. Es ist das erste Mal, dass Bitcoin und Ether in derselben Genehmigung wie klassische Rohstoffe wie Gold und Öl auftauchen — ein Zeichen, dass die Aufsicht sie bei Derivaten mittlerweile als gleichwertige Anlageklasse behandelt.

Ein wichtiges Detail: Die Genehmigung der Notierungsregel ist nicht gleichbedeutend mit dem Handelsstart. Bevor die Fondsanteile tatsächlich an der Börse auftauchen, muss eine separate Registrierungserklärung nach Formular S-1 wirksam werden — einen Zeitplan dafür hat die SEC bisher nicht genannt. Volatility Shares könnte in dieser Phase noch auf Verzögerungen stoßen, wie es schon bei anderen Emittenten vorkam.

Die Fonds selbst halten weder Bitcoin noch Ether direkt — das Engagement erfolgt über Futures-Kontrakte, die regelmäßig in neue Kontrakte überführt werden müssen, was zusätzliche Kosten verursacht. Die eigentliche Falle für Privatanleger liegt im täglichen Hebel-Reset: Steigt Bitcoin an einem Tag um 10 Prozent und fällt am nächsten um 10 Prozent, landet der Basiswert am Ende bei etwa minus 1 Prozent — ein dreifach gehebelter Fonds dagegen bei fast minus 9 Prozent. Deshalb wiederholen Analysten immer wieder dieselbe Warnung: Solche Instrumente sind für kurzfristige Trades gedacht, nicht fürs Halten über einen ganzen Zyklus.

Für den Markt zählt weniger das einzelne Produkt als der Präzedenzfall: Die SEC scheint bereit, Kryptowährungen in dieselbe regulatorische Schublade wie Rohstoffderivate zu stecken. Übersteht Volatility Shares die Registrierung, bleibt offen, ob weitere Emittenten folgen — und ob mehr Hebel im Markt die Preisausschläge beim nächsten Volatilitätsschub verstärkt.

Fragen und Antworten

Häufig gestellte Fragen zum Thema des Artikels

Was genau hat die SEC genehmigt?

Die SEC hat eine Notierungsregel für sechs dreifach gehebelte börsengehandelte Produkte von Volatility Shares genehmigt, die Bitcoin, Ether, Gold, Silber, Rohöl und Erdgas abdecken. Das ist die Notierungsregel, nicht der eigentliche Handelsstart.

Wann beginnt der tatsächliche Handel mit diesen Fonds?

Ein genaues Datum steht nicht fest. Bevor die Anteile tatsächlich gehandelt werden können, muss eine separate Registrierungserklärung nach Formular S-1 wirksam werden — einen Zeitplan dafür hat die SEC noch nicht genannt.

Welches Risiko trägt ein Anleger, der einen dreifach gehebelten Fonds kauft?

Da sich der Hebel täglich zurücksetzt, frisst die Zinseszins-Mathematik in schwankenden Märkten die Rendite auf: Ein Plus von 10 Prozent gefolgt von einem Minus von 10 Prozent lässt den Basiswert bei etwa -1 Prozent landen, einen 3x-Fonds dagegen bei fast -9 Prozent. Das Instrument ist für kurzfristige Wetten gedacht, nicht fürs langfristige Halten.

Warum ist das wichtig, wenn der Handel noch nicht begonnen hat?

Die Entscheidung schafft einen Präzedenzfall: Erstmals tauchen Bitcoin und Ether in derselben Verfügung wie klassische Rohstoffe wie Gold und Öl auf. Das ist ein Signal, dass die Aufsicht bereit ist, Krypto dieselbe Derivate-Logik anzuwenden, die bereits für Rohstoffmärkte gilt — was anderen Emittenten die Tür öffnen könnte.