PlayStation, Anime, Hollywood — und jetzt Stablecoins. Sony Bank erhielt die bedingte Genehmigung des Office of the Comptroller of the Currency (OCC), um Connectia Trust zu gründen: eine Treuhandbank mit Sitz in New York und einem Kapital von 40 Millionen Dollar.
Das Konzept ist klar: US-Nutzer sollen künftig Spiele im PlayStation Store, Anime-Abonnements und andere Sony-Dienste mit einem Dollar-Stablecoin bezahlen können — ohne Bankkarte und Währungsumrechnung. Für den Konzern bietet das Token auch schnellere gruppeninterne Zahlungsabwicklungen ohne Abhängigkeit von traditionellen Korrespondenzbanken.
Eine OCC-Treuhandbanklizenz ist eine spezifische Lizenzklasse: Einlagen annehmen oder Kredite vergeben ist verboten, aber digitale Vermögenswerte verwahren und Token ausgeben ist erlaubt. Ripple, Circle, Fidelity Digital Assets und Paxos verfolgen denselben Weg. BitGo erhielt als erstes Unternehmen im Dezember 2025 die vollständige Lizenz.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Der US-Senat arbeitet an der Verabschiedung des Genius Act, des ersten föderalen Rahmens für Zahlungs-Stablecoins. Das globale monatliche Stablecoin-Transaktionsvolumen hat 1,79 Billionen Dollar erreicht. Der Start von Connectia Trust ist für 2027 geplant, vorbehaltlich der endgültigen OCC-Freigabe und der Erlaubnis japanischer Behörden. Dass ein globaler Unterhaltungskonzern als erster Nicht-Finanzgigant diesen Schritt wagt, ist ein deutliches Signal an die gesamte Branche.



