Trump gibt nach — Clarity Act nimmt letzte Hürde im Senat

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Trump gibt nach — Clarity Act nimmt letzte Hürde im Senat

Trump hat persönlich einer Ethikklausel zugestimmt, die Beamten Krypto-Gewinne verbietet — damit ist der Weg frei für die Senatsabstimmung über den Clarity Act.

Monatelang drehte sich der Streit um Amerikas Krypto-Marktstrukturgesetz eigentlich nicht um Zuständigkeiten zwischen SEC und CFTC. Es ging um das Bankkonto eines einzigen Mannes. Am Montagabend stimmte Donald Trump einer Ethikklausel zu, die Verhandler als letztes echtes Hindernis vor einer Senatsabstimmung über den Digital Asset Market Clarity Act bezeichnen.

Der Clarity Act würde den USA erstmals einen umfassenden bundesweiten Rahmen für digitale Vermögenswerte geben und die Aufsicht zwischen SEC und CFTC aufteilen. Die Klausel, die das Gesetz fast zu Fall gebracht hätte, verbietet dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten, Kongressmitgliedern und hochrangigen Beamten, während ihrer Amtszeit persönlich von Krypto-Geschäften zu profitieren.

Die Demokraten stritten nicht im luftleeren Raum. Eine am 1. Juli vom Office of Government Ethics veröffentlichte Vermögenserklärung zeigte, dass Trump allein 2025 mehr als 1 Milliarde Dollar mit Krypto verdiente — 635 Millionen davon allein aus der Lizenzierung seines Memecoins $TRUMP, der Rest floss über das Familienprojekt World Liberty Financial. Die Senatoren Ruben Gallego und Angela Alsobrooks hatten unmissverständlich erklärt, sie würden kein Gesetz unterstützen, das die Krypto-Einnahmen des Präsidenten selbst unangetastet lässt.

Der Krypto-Berater des Weißen Hauses, Patrick Witt, verhandelte den Text zusammen mit den republikanischen Senatoren Bernie Moreno und Cynthia Lummis. Mehrheitsführer John Thune will noch vor der Sommerpause im August abstimmen lassen, der endgültige Text werde in den kommenden Tagen erwartet.

Die Kryptomärkte werteten die Nachricht als grünes Licht: Bitcoin hielt sich über 66.000 Dollar, und bei Polymarket sprangen die Wettquoten auf eine Verabschiedung des Clarity Act noch in diesem Jahr auf 43 Prozent.

Entschieden ist trotzdem nichts. Die Demokraten haben den endgültigen Wortlaut noch nicht gesehen, und für die Verabschiedung braucht es 60 Stimmen — echte überparteiliche Unterstützung, kein bloßer Handschlag im Weißen Haus. Passiert das Gesetz den Senat, geht es zurück ins Repräsentantenhaus und landet erst danach auf Trumps eigenem Schreibtisch — mit einer Unterschrift, die sein eigenes Geschäft einschränken würde.

Fragen und Antworten

Häufig gestellte Fragen zum Thema des Artikels

Was ist der Clarity Act?

Der Digital Asset Market Clarity Act wäre Amerikas erster umfassender bundesweiter Rahmen für digitale Vermögenswerte. Er würde die Aufsicht über den Kryptomarkt zwischen SEC und CFTC aufteilen.

Was verbietet die Ethikklausel?

Sie verbietet dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten, Kongressmitgliedern und hochrangigen Beamten, während ihrer Amtszeit persönlich von Krypto-Geschäften zu profitieren.

Warum betraf das Trump persönlich?

Eine am 1. Juli veröffentlichte Vermögenserklärung zeigte, dass Trump 2025 mehr als 1 Milliarde Dollar mit Krypto verdiente, davon 635 Millionen allein aus der Lizenzierung seines Memecoins $TRUMP. Die Demokraten weigerten sich, das Gesetz ohne Grenzen für seine eigenen Einnahmen zu unterstützen.

Wann könnte der Senat abstimmen?

Mehrheitsführer John Thune will vor der Sommerpause im August abstimmen lassen. Der endgültige Text wird in den kommenden Tagen erwartet.

Was passiert, wenn das Gesetz verabschiedet wird?

Es ginge zurück ins Repräsentantenhaus und würde dann auf Trumps eigenem Schreibtisch landen — mit einer Unterschrift, die sein eigenes Krypto-Geschäft einschränken würde.